Arfst Wagner
Bewerbung für den 1. Listenplatz für Männer von Bündnis90/Die Grünen in Schleswig-Holstein zur Bundestagswahl 2009
Liebe Freundinnen und Freunde!
Die Göttinger BDK stand unter dem Motto „Kritisch – kontrovers – konstruktiv“. Es soll auch das Motto meiner Bewerbung sein. In der Friedens- und Sicherheitspolitik wird es in den nächsten Jahren auf die Grünen ankommen. Neben der Sozialpolitik stelle ich dieses Thema in den Mittelpunkt meiner Bewerbung. Durch meine langjährige Tätigkeit als Lehrer ist mir selbstverständlich die Bildungspolitik ebenfalls ein Schwerpunkt meines Engagements.
Die sich zunehmend zuspitzende Lage in Afghanistan und im Irak erfüllt mich mit Sorge. Die friedenspolitische Stimme der Grünen ist von Gewicht. Die Welt rückt mehr und mehr zusammen und dieses Zusammenrücken stellt uns vor Aufgaben, die mit den herkömmlichen Mitteln nicht werden gelöst werden können. Das Interesse an und das Engagement für die Menschen in diesen beiden Ländern, (ich denke aber auch an die Menschen in Afrika z. B. in Tansania und Ruanda) bedarf einer wesentlichen Verstärkung. Ich sehe die Chancen hin zu einer friedlichen Entwicklung insbesondere in Afghanistan und im Irak in Abrüstungsinitiativen, ziviler Konfliktprävention und Konfliktbearbeitung, und einer durchgreifenden Reform der UN.
Durch meine 10-jährige Mitarbeit im Aktionskomittee SOLIDARNOSC und der ökologischen Bewegung in Polen habe ich Erfahrungen gesammelt, die ich gerne politisch einbringen möchte.
In der Bildungspolitik möchte ich, dass der Satz „der Mensch steht im Mittelpunkt“ sich von der Phrase zur Wirklichkeit wandelt. Nicht die ökonomische Verwertbarkeit des / der Einzelnen darf im Vordergrund der Bildungspolitik stehen, sondern seine individuelle Entwicklung und das Freisetzen der ganz besonderen Fähigkeiten und Kreativität. Der B + M-Studienreform habe ich von Anfang an kritisch gegenüber gestanden, nicht, weil ich das alte System erhalten wollte, sondern weil ich das, was ich in den letzen Sätzen geschrieben habe, ernst meine und dies weder im alten noch im neuen System gewährleistet sah bzw. sehe.
Ein vereintes Europa kann und darf nicht nahezu ausschließlich auf ökonomischen Ideen aufgebaut werden, sondern auf die Begegnung der Menschen der verschiedenen europäischen Länder, dem gegenseitigen Interesse an der Kultur und Sprache. In unser Bildungswesen z. B. ist davon praktisch noch nichts eingeflossen. Die europäische Kultur ist das, was Europa wirklich einen kann.
Dass ich mich für eine Reform der bundesrepublikanischen Sozialsysteme einsetze, brauche ich wahrscheinlich nicht besonders zu erwähnen. In den letzten 3 Jahren habe ich „Wahlkampf“ für die GRÜNEN in Schleswig-Holstein und anderen Bundesländern betrieben, wie ich glaube, durchaus mit Erfolg. Engagement nur zu Wahlkampfzeiten oder zu Zeiten von Listenaufstellung ist mir vollkommen fremd. Warum? Weil mir die Menschen und deren Anliegen wichtig sind.
Zur Person: Arfst Wagner, geb. 13.03.1954 in Wyk auf Föhr. Von 1981 – 1990 Mitglied im Aktionskomittee Solidarnosc, Mainz. In „wilder Ehe“ lebend in Tellingstedt, Kreis Dithmarschen. 3 Kinder. Seit 1980 Autor in diversen Zeitschriften zu verschiedenen Themen. Seit 2000 Mitglied der globalisierungskritischen Organisation ATTAC. Von 2004/2005 Sprecher der LAG Sozialpolitik. Seit 2004 Mitglied von Bündnis90/Die Grünen. Listenplatz 8 zur LTW 2005.